Gutes für die Seele

Digitale Auszeit mit Freunden in den Gasteiner Bergen

Ausflug mit Freunden in die Gasteiner Berge

Was macht man wenn man so wie ich tagein und tagaus vorm PC sitzt bzw. dank Smartphone und Tablet rundum die Uhr online ist? Genau man fährt auf eine Selbstversorgerhütte ohne Strom 😉

Genau das habe ich gemeinsam mit Freunden heuer über Pfingsten gemacht. Und ich kann euch sagen, es ist sehr befreiend!

Die erste Tat bei Ankunft auf 1460m – erstmal a Bier/Radler 😉

Auch wenn sich das vielleicht etwas heftig anhört, aber die Zeit ohne Smartphones & Co war eine Zeit mit Freunden, mit Diskussionen und mit schallendem Gelächter 🙂

Die Selbstversorgerhütte in Gastein

Im Mai durften wir eine Hütte auf ca. 1460m mit fließendem Wasser (nur im Sommer; im Winter wird das fließende Wasser abgestellt, da die Gefahr für einen Rohrbruch durch Frost zu groß ist) nutzen. Ausgestattet mit einem alten Lohberger, der die gesamte Hütte heizen kann, gibt es auch immer warmes Futter 😉

Die Hütte verfügt über 5 Zimmer

Leben auf 1460m ohne Strom

Durch einen weiteren Ofen auf der Rückseite des Lohberger-Herdes konnten wir das frische Quellwasser aufheizen und nicht für die Dusche, sondern auch für den Abwasch benutzen. Da jedoch kein Strom vorhanden war, hat Carmen die Stirnlampe auspacken müssen, um den Abwasch machen zu können 😉

Und da man auf 1460m und ohne Strom, nur einen Erd-Kühlschrank zur Verfügung und der nur begrenzt Kapazitäten fasst, haben wir den „anderen Kühlschrank“ für unsere Getränkekühlung aktiviert. Damit meine ich die alte Badewanne mit Direktzufluss von kaltem, klaren Wasser aus der Bergquelle etwas oberhalb. Die steht zwar etwas unterhalb der Hütte, aber die paar Meter schaden einem ja nicht 😉

Essensversorgung auf 1460m

Trotz Lohberger-Herd im Inneren der Hütte, haben wir nicht nur den dazugehörigen Grillplatz genutzt, sondern natürlich selber auch noch diverse Griller (Dutch-Oven, Beefer, Weber-Griller, Wok-Herd) mitgenommen. Daher hatten alle immer mit Anheizen zu tun – eine Tagesaufgabe sozusagen 😉

Michael beim Anheizen eines Grillers

Und wer meint es gab nur leichte Kost oder „nix gscheids“ der irrt gewaltig 😛

Unsere Fleischberge für den Verzehr auf der Selbstversorgerhütte
Unsere Gemüseberge für den Verzehr auf der Selbstversorgerhütte

Der Ausblick / der Weitblick

Und hier noch ein paar Impressionen von unserem Aufenthalt in den Gasteiner Bergen auf 1460m.

Markus zeigt uns wo es lang geht 😉
Der direkte Blick von der Hütten-Terrasse mit verewigter Liebe auf Holz
Markus bei einer Auszeit mit einem Blick in die Berge
Die beiden Brüder Michael und Achim beim Blick in die Berge
Die Nebelgrenze von oben mit einem steilen Abgrund im Vordergrund
Eine Radeltour duch die Berge
Auch auf dieser Höhe gibt es noch Versorger – gott sei Dank!
Die Hütteneigentümer besuchen uns ganz standesgemäß 😉

Spiele für Erwachsene – der Jagdbogenparcour

Da man ja nicht nur die Berge ansehen kann, haben wir uns dazu entschlossen einen Jagdbogenparcour aufzusuchen. Wir waren in Summe 8 Personen und hatten eine riesen Gaudi.

Wir Mädels gegen die Jungs beim JagdbogenParcour in Bad Gastein

Die Herausforderungen auf 1460m

Nein nicht der fehlende Strom war ein Problem. Sondern eher die überfüllte Sickergrube. Denn 1 Wochenende davor waren 14 Burschen dort, die die Toilette bzw. die dahinterliegende Sickergrube etwas überfordert haben. So hat sich todesmutig Michael in den Abgrund gestürzt und dieses Problem für uns behoben 🙂

Michael bei der Sickergruben-Entleerung – unser Held!

Fazit 4 Tage auf 1460m ohne Strom in Gastein

Für mich war das sehr befreiend. Denn es gab nun mal keinen Strom und daher auch keine Möglichkeit sich aktiv vielleicht doch um die ein oder andere E-mail zu kümmern. Auch wenn es mittlerweile Akku-Packs gibt, die eine solche Zeitspanne abdecken könnten, habe ich nur meine 1-Ladung-Akku-Pack dabei gehabt und nicht benutzt. Es dauerte gott sei Dank auch nicht lange und ich ließ mein Smartphone am Zimmer liegen und schaute nur noch 3mal am Tag (in der früh, mittag und am abend) drauf. E-Mails hatte ich ja sowieso abgedreht, denn sonst hält der Akku ja keine 24 Stunden. Und Anrufe gabs gott sei Dank auch keine.

Dadurch konnte ich richtig abschalten, die frische Luft auf 1460m und den gigantischen Ausblick in vollen Züge genießen. Auch dass man Diskussionen wieder so wie früher führen kann, ohne dass jemand sofort googelt ob das stimmt oder was genau jetzt korrekt ist, war wieder sehr lustig. Wir konnten alle die Umgebung genießen, denn keiner hat in sein deppades Smartphone gestarrt. Ich kann dies daher nur empfehlen und freue mich schon auf eine Wiederholung.

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